Mit Transportmanagement dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Website – bild – blog (16)

Zahlreiche Renteneintritte, fehlender Nachwuchs und eine geringe Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber – seit Jahren hat die Logistikbranche mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen. Der Einsatz neuer Technologien bietet jedoch einen entscheidenden Hebel: Digitale Prozesse entlasten nicht nur die Mitarbeitenden, sondern können Arbeitsplätze vor allem spannend und zukunftsfähig gestalten. In diesem Blogbeitrag zeigen wir euch, wie ein automatisiertes Transportmanagement dem Fachkräftemangel entgegenwirken kann.

Ein weltweites, branchenübergreifendes Problem

Egal ob Kleinstbetrieb, mittelständisches Unternehmen oder großer Konzern: Der Fachkräftemangel bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau. Laut einer aktuellen Befragung berichten inzwischen 78 Prozent der österreichischen Unternehmen, dass sie Probleme haben, ihre offenen Stellen zu besetzen – in Deutschland sind es sogar rund 86 Prozent. Das bedeutet, dass sich der Fachkräftemangel sowohl in Österreich als auch in Deutschland innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt hat und die globale Wirtschaft weiter vor große Herausforderungen stellt.

Unattraktivität der Transport- und Logistikbranche

Auch die Transport- und Logistikbranche leidet darunter. Nicht nur in der IT oder im Lager ist der Mangel an geeigneten Nachwuchskräften spürbar: Insbesondere die sinkende Zahl der Berufskraftfahrerinnen und -fahrer bereitet zahlreichen Unternehmen Sorge. Allein in Österreich fehlen ca. 8.000 Fahrerinnen und Fahrer, in Deutschland sind es jährlich zwischen 45.000 und 60.000. Hinzu kommt, dass in den kommenden Jahren rund 20 Prozent der zurzeit aktiven Berufskraftfahrerinnen und -fahrer in Rente gehen werden. Aber nicht nur der demografische Wandel macht der Branche zu schaffen: Auch die mangelnde Work-Life-Balance, schlechte Arbeitsbedingungen, körperliche Belastung und das eher geringe Gehalt sorgen für ein insgesamt negativ behaftetes Image der Logistikbranche und verstärken den erheblichen Mangel an qualifiziertem Fachpersonal.

Mittlerweile haben die meisten Unternehmen reagiert und setzen bereits auf verschiedene Maßnahmen, um Nachwuchskräfte zu gewinnen. Allen voran sollen die Arbeitgeber attraktiver für Bewerberinnen und Bewerber werden: Dafür sorgen beispielsweise ein verbessertes Betriebsklima, regulierte Arbeitsbedingungen, Flexibilität im Arbeitsalltag sowie Weiterbildungsmöglichkeiten und andere Benefits für die Mitarbeitenden.

Fachkraeftemangel logistik s2data 12cbb2

Abbildung zeigt den Anteil betroffener Unternehmen in Deutschland in den Jahren 2009 bis 2024

Automatisierte Prozesse gegen Fachkräftemangel

Eine weitere Möglichkeit, um Unternehmen und ihre langjährigen Mitarbeitenden in Zeiten des Fachkräftemangels zu entlasten, ist die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen. Besonders repetitive Aufgaben sind nicht nur belastend für Mitarbeitende – sie sind meist auch ineffizient. Durch die Automatisierung dieser Prozesse können Beschäftigte sich Zeit für strategische, sinnstiftende Aufgaben nehmen, während der Personalknappheit mit schnelleren Arbeitsabläufen entgegengewirkt wird. Gleichzeitig werden Arbeitsplätze in der Branche so deutlich attraktiver, da monotone Tätigkeiten reduziert und neue Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Digitalisierung und Automatisierung in der Supply Chain

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, logistische Prozesse umfassend zu digitalisieren – zum Beispiel mit Transport-Management- oder Warehouse-Management-Systemen (TMS und WMS), cloudbasierten Lösungen und der Unterstützung von Künstlicher Intelligenz. Dabei ist es jedoch sinnvoll, das gesamte Supply Chain Management in den Blick zu nehmen, um Daten zu sammeln, zu analysieren und zwischen Lieferanten und Kunden auszutauschen. Abläufe und Prozesse werden dadurch so optimiert, dass Kosten gesenkt, Verbesserungspotenziale offengelegt und die Kundenzufriedenheit erhöht werden können.

Auch wir bei S2data verfolgen den Ansatz, die gesamte Lieferkette zu betrachten und alle relevanten Faktoren holistisch bei der Transportplanung mit einfließen zu lassen – dafür sorgt unsere Softwarelösung mithilfe heuristischer Algorithmen. Sie verwenden zahlreiche Daten aus bestehenden IT-Systemen, beispielsweise aus der Materialbeschaffung (MRP) oder dem vorhandenen TMS, aber auch aus der Produktion oder dem Lager, um die optimalen Transportrouten zu berechnen. Auch die ideale Lkw-Beladung bestimmt unsere KI-basierte Softwarelösung automatisch und berücksichtigt dabei Restriktionen wie Beladungsvorschriften, Zulade- oder Abladesequenzen sowie Gewicht und Achslast. Die geplanten Transporte sind so nicht nur vollständig ausgelastet, sondern entsprechen auch immer den geltenden Gesetzen und Sicherheitsvorschriften. Statt auf manuelle, isolierte Planungen setzen wir also auf umfassende Daten, die eine gesamtheitliche und simultane Optimierung der Transportplanung ermöglichen und zugleich die Transparenz in der gesamten Lieferkette erhöhen.

So können wir nicht nur Transportkosten und Emissionen senken: Wir vereinfachen auch komplexe Planungsprozesse, die bislang viel Zeit und Expertenwissen erfordert haben, und entlasten damit Fachkräfte im Arbeitsalltag. Konkret bedeutet das: Die bestehenden Mitarbeitenden können in der gleichen Zeit ein größeres Transportvolumen bewältigen als zuvor, weil die S2data Platform ihnen Arbeitsschritte erspart. Dank der automatisierten Prozesse sinkt zudem auch die Fehlerquote, die durch Stress, Überlastung oder mangelnde Berufserfahrung des Personals entsteht. Zusätzlich können neue Mitarbeitende mithilfe der Softwarelösung schneller eingearbeitet werden, da die S2data Platform ihnen die Entscheidungsfindung erleichtert. Nicht zuletzt ermöglicht unsere Software außerdem, das umfangreiche Wissen von erfahrenen, langjährigen Mitarbeitenden für die nächste Generation an Fachkräften zu sichern. Die automatisierten Prozesse tragen also direkt zur Attraktivität der Branche bei, indem sie die Arbeitsbedingungen verbessern und berufliche Chancen erhöhen. Darüber hinaus präsentieren sich Unternehmen, die auf digitale Lösungen zurückgreifen, als moderne Arbeitgeber, die mehr potenzielle Bewerberinnen und Bewerber anziehen.

Ausblick: Entlastung für die gesamte Wirtschaft

Insgesamt bieten digitalisierte, automatisierte und insbesondere KI-basierte Prozesse zahlreiche Möglichkeiten, die innerbetriebliche Effizienz zu erhöhen und dem Fachkräftemangel zu trotzen. Letztendlich profitieren jedoch nicht nur einzelne Betriebe davon. Denn der Fachkräftemangel in der Logistikbranche stellt ein übergeordnetes, gesellschaftliches Problem dar, das erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft haben kann. Im schlimmsten Fall werden Unternehmen nicht mehr rechtzeitig beliefert, die Produktion kommt ins Stocken, die Supply Chain bricht ein und die Regale bleiben leer. Der Bedarf an einer Lösung ist demnach groß. Mithilfe digitalisierter Prozesse, zum Beispiel in der ganzheitlichen Transportplanung, lassen sich nicht nur Mitarbeitende entlasten, sondern auch Ressourcen sparen, die Personalplanung optimieren und Transportketten sowohl transparenter als auch resilienter gestalten.

Nachhaltigkeit ist zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor geworden. Eine transparente Lieferkette ist ein entscheidender Hebel, um ökologische und soziale Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherzustellen. KI kann in diesem Kontext einen bedeutenden Beitrag leisten: Sie ermöglicht es, komplexe Liefernetzwerke systematisch zu analysieren, CO₂-Emissionen entlang einzelner Prozesse präzise zu erfassen und potenzielle Umweltrisiken frühzeitig zu identifizieren. Durch den Einsatz von KI-gestützten Algorithmen lassen sich Nachhaltigkeitskennzahlen automatisiert erfassen und auswerten. Dies erleichtert nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Berichtspflichten, sondern ermöglicht es Unternehmen auch, gezielt Optimierungspotenziale zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Emissionsreduktion oder Ressourceneffizienz einzuleiten. Darüber hinaus fördern transparente, datenbasierte Nachhaltigkeitsberichte das Vertrauen von Kunden und Partnern, verbessern das Markenimage und stärken die langfristige Resilienz des Unternehmens. So wird durch KI nicht nur nachhaltiges Wirtschaften unterstützt, sondern auch ein klarer ökonomischer Mehrwert geschaffen.

In die Software von S2data ist ein Reporting-Tool integriert, mit dem sich aussagekräftige Berichte zur Unternehmensperformance automatisch erstellen lassen. Auf dieser Basis können Leistungen gezielt analysiert und bei Bedarf angepasst werden, um strategische Ziele noch effizienter zu erreichen. Insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit ermöglicht das System wertvolle Einblicke: Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität lassen sich klar nachvollziehen und lückenlos dokumentieren. Mehr zu unserem CO₂-Reporting sowie zur KI-gestützten Transportoptimierung als Beitrag zur Einhaltung von Nachhaltigkeitsziele erfährst du hier.

Get in touch.

Nach oben scrollen

Our Newsletter

Find out about the latest products, events, and much more.

Unser Newsletter

Informiere dich über die neuesten Produkte, Veranstaltungen, und vieles mehr.